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Drucklexikon

Drucklexikon | Begriffe aus der Druckersprache

Abbildungsmassstab

Lineares Grössenverhältnis der (Repro-) Vorlage zur Reproduktion. Die Angabe erfolgt im Allgemeinen in Prozent.

abfallend

Auch: randabfallend. Angeschnittene Flächen oder Bilder im Druckprodukt.

ablegen

Abfärben frischer Drucke auf der Rückseite des darüberliegenden Bogens.

Abrieb

Durch mechanische Reibung entstehender Oberflächenverschleiss.

abstimmen

Beurteilen und Angleichen von Ton- und Farbwerten zwischen Vorlage, Kopiervorlage, Andruck und Fortdruck.

Abstossen

vorhergedruckte Farbe nimmt die folgende Farbe nicht an.

Acrobat

Ein Programm von Adobe, mit dem Dokumentseiten erzeugt werden, die mit Hilfe des kostenloses “Readers” auf jeder gängigen Rechnerplattform angesehen und auf Post-Script-Druckern ausgedruckt werden können. Das erzeugte Dokumentenformat heisst PDF - “Portable Document Format”. Der wesentliche Vorteil: es bleiben alle Schriften, Farben und Formen des Dokumentes erhalten, auch wenn das Programm, dass die Ursprungsdatei erzeugt hat, auf dem Rechner des Betrachters nicht vorhanden ist. Acrobat ist weltweiter Standard beim Dokumentenmanagement.

Additive Farbmischung

Mischung von Lichtfarben. Ausgang dieser Farbmischung ist die völlige Lichtlosigkeit = Schwarz. Die Grundfarben Blau, Grün und Rot ergeben in der Addition (z.B. durch Übereinanderprojektion) Weiss.

Affiche

Ältere Bezeichnung für Plakat, Anschlag (Zettel), Aushang.

Akzidenz

Drucksachen kleineren Umfangs für Privatpersonen, Betriebe, Verwaltungen usw. Keine Akzidenzen sind Zeitungen, Zeitschriften und Werke.

Alkaliecht

Druckfarben sind gegen alkalische Stoffe unempflindlich. Wichtig bei Waschmittelverpackungen.

analog

Prinzip der Darstellung von Werten durch entsprechende Grössen, z.B. das Anzeigen der Temperatur durch die Höhe der Quecksilbersäule in einem Thermometer oder das Ablesen der Uhrzeit durch die Stellung der Zeiger einer Uhr (digital).

Andruck

Probedruck für die Reprotechnik zur Kontrolle des Ton- und Farbwerte zum Abstimmen mit der Vorlage. Druckausfallmuster für den Kunden, Arbeitsvorlage für den Fortdruck.

Andruckskala

Druck der einzelnen Farben und Zusammendrucke entsprechend der Farbreihenfolge im Fortdruck.

angeschnitten

abfallend

Anlage

Marken, an denen im Bogendruck jeder einzelne Druckbogen pass- und registergenau ausgerichtet wird.

Anlegemarken

Im Bogendruck mitgedruckte Markierungen als Vorder- und Seitenmarken, die dem Drucker optisch eine Kontrolle des gleichmässigen Anlegens (› Anlage) ermöglichen. Der Buchbinder erhält dadurch eine sichtbare Angabe, an welchem Winkel des gedruckten Bogens beim Schneiden oder Falzen anzulegen ist, um ein standrichtiges Endprodukt herzustellen.

Antiqua

Alle runden Schriften, mit Ausnahme der Schreibschriften.

AP-Papier

Papiersorten, die zu mindestens 70% aus Altpapier bestehen. Dazu zählen die für Verpackungszwecke bestimmten Papier-, karton- und Pappesorten sowie ein Teil der in der Bundesrepublik erzeugten Zeitungsdruck- und Hygienepapiere.

Arbeitsspeicher

Schneller Speicher für Programme und Daten, aufgeteilt in Programm- und Datenspeicher.

ASA

Abkürzung von American Standards Association. Allgemeine Lichtempfindlichkeit fotografischer Schichten.

Auflage

Anzahl zu druckender Exemplare eines bestimmten Druckproduktes.

Auflösung

1. Anzahl darstellbarer Bildpunkte auf dem Bildschirm.
2. Test in der Druckformherstellung Offsetdruck: Die kleinste Breitefeiner Striche und Spalten eines Mikrolinienfeldes, die gleichzeitig auf der Druckplatte wiedergegeben werden können.

Aufsichtsbild

Reprovorlage auf Papier, Karton oder anderem nicht oder nur gering lichtdurchlässigem Material.

Aufzug

Fachbegriff aus der Drucktechnik:
1. Notwendiger Bezug eines starren Druckkörpers (Druckfundament, Druckzylinder), um die zum Druck erforderliche Elastizität zwischen starrer Druckform und starrem Druckkörper zu geben.
2. Druckform bzw. Gummituch im Offsetdruck sowie die zu einer korrekten Druckabwicklung erforderlichen Unterlagen (> kalibrierte Papiere und Kartons).

ausrüsten

Veredeln von Papieren oder Kartons:
1. mechanisch durch satinieren, granulieren und ähnlichen Oberflächenbehandlungen.
2. Beschichten der Papieroberfläche durch streichen (> Bilderdruckpapiere > Kunstdruckpapiere).
Fertigstellen von Bedruckstoffen:
1. Schneiden von Rollenpapieren oder Formatpapieren.
2. Sortieren, zählen und verpacken.

ausschiessen

Anordnen der Druckseiten (Kolumnen) oder Kopiervorlagen zu einer Druckform, dass nach dem Falzen des Druckbogens die einzelnen Seiten in richtiger Reihenfolge liegen.

ausstatten

Innere und äussere Gestaltung eines Buches. Beispiele: Satzspiegel, Schriftart, Illustration, Papier, Einband, Schutzumschlag.

auszeichnen

1. Satztechnische Hervorhebungen im Text einer Druckseite.
2. Bearbeitung eines Manuskriptes mit den notwendigen Angaben für die Satzherstellung.

Autor

Verfasser eines Werkes.

Autorenkorrektur

Korrektur des Verfassers.

Bedruckbarkeit

Oberflächeneigenschaften von Papieren wie Glätte, Saugfähigkeit, Farbannahmefähigkeit.

Bedruckstoff

Allgemeine Bezeichnung für alle zu bedruckenden Materialien (Papier, Karton, Folien, Pappe, Blech, Stoffe, Holz usw.).

Belichtung

(Exponieren) Einwirken von Licht auf lichtempfindliche Schichten (Reproduktionsfotografie, Kopie u.a.).

Beschnitt

Verarbeitungstechnisch notwendiger Papierrand, der über das Endformat hinausgeht. Der Beschnitt ermöglicht ein an allen Seiten sauber geschnittenes Endprodukt.

Blatt

Ungefalzter Bedruckstoff aus Papier oder Karton in den Formaten DIN A3 und kleiner. Ein grösserer Bedruckstoff wird Bogen genannt.

Blechdruck

Indirektes, rotatives Flachdruckverfahren für das Bedrucken von Blechtafeln, die in der Weiterverarbeitung zu Dosen, Behältern, Tafeln u.ä. verarbeitet werden.

Bleisatz

Manuelle und maschinelle Satzherstellungsverfahren, die mit Bleilettern (Einzelbuchstaben, Zeilen) arbeiten. Der Bleisatz war speziell für den Buchdruck das geeignete Satzherstellungsverfahren, da von diesem im Druckprinzip Fläche-Fläche (Tiegel-Druckmaschinen) und Zylinder-Fläche (Flachform-Zylinder-Druckmaschinen) direkt gedruckt werden konnte. Die Technik ist durch Fotosatz abgelöst worden.

Bleiläuse

interessantes, chemisch-physikalisches Phänomen, kann in praktisch jeder Setzerei, die noch Bleisatz besitzt, vom Setzer vorgeführt werden.

Blindmuster

Muster eines Buches, Kataloges o.ä. das im Format, im Umfang dem Papier der Verarbeitung und dem Einband dem Endprodukt entspricht. Alle Seiten sind jedoch unbedruckt.

Blitzer

Differenzen (Weissstellen) im Passer mehrfarbiger Druckprodukte und bei Schneidefehlern an angeschnittenen Flächen oder Bildern.

Blockklebebindung

Klebebindeverfahren, bei dem der gesamte Buchblock im Rücken feststehend geklebt wird.

Blocksatz

Rechts- und linksbündiger Satz.

Boards

Englische Bezeichnung für Pappen.

Bogennorm

Am Fuss, im Rücken oder im Beschnitt der ersten Seite eines jeden Druckbogens angebrachte Kurzangabe des Titels eines Werkes (› Bodensignatur).

Bogensignatur

Kennzeichnung eines jeden Druckbogens im Werkdruck durch die fortlaufende Bogenzahl im Fuss der ersten Seite. Die Bogenzahl wird häufig mit einem Stern auf der dritten Seite wiederholt.

Breitbahn

Abkürzung: BB. Kennzeichnung eines Druckbogens, der aus der Breite der Papierbahn geschnitten wurde. Die kürzere Seite des Bogens liegt parallel zur (> Laufrichtung bzw. > Maschinenrichtung). Beispiel für Formatangaben: 61 cm x 86 cm BB; 61 M x 86

Broschüre

Eine nicht periodisch erscheinende Publikation von 5 und nicht mehr als 48 Seiten, mit Papier- oder Kartonumschlag.

Bruch

Falz

Buch

Nach der Definiton der UNESCO aus dem Jahre 1964: Eine nicht periodisch erscheinende Publikation mit mindestens 48 Seiten. Das Buch besitzt im Gegensatz zur Broschur anstelle eines Umschlags eine aus mehreren Teilen bestehende Buchdecke.

Buchbinderei

Druckverarbeitung

Buchblock

Fertig gebundene Falzbogen (Lagen) oder einzelne Blätter. Der Buchblock wird je nach Bindetechnik zu einer > mehrlagigen Broschur oder einem > Buch weiterverarbeitet.

Buchdecke

Aus mehreren Teilen bestehender Einband mit einem Bezugsstoff, in die der > Buchblock eingehangen wird.

Buchdruck

Ältestes Hochdruckverfahren. Es wird direkt in allen Druckprinzipien (Fläche-Fläche, Fläche-Zylinder, Zylinder-Zylinder) gedruckt. Der Buchdruck hat grosse Druckkapazitäten an den Offsetdruck abgeben müssen. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Bund

Gedachte Linie bei der Druckformherstellung: Verbindender Bereich zwischen zwei aneinanderstehenden Seiten.

Buntaufbau

Reprotechnischer Fachbegriff für ein Verfahren zur Herstellung von Farbsätzen. Alle Ton- und Farbwerte entstehen prinzipiell durch Teilmengen der substraktiven Grundfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y=Yellow). Eine beliebige Mischung aller drei Grundfarben zu Unbuntwerten vom hellem Grau bis zum Schwarz. Zu Unterstützung der Unbuntwerte ist bei realen Druckfarben zusätzlich die Druckfarbe Schwarz zu drucken, um die notwendige Bildtiefe zu erreichen. Um eine höhte Stabilität in der Farbführung (Graubalance) zu erreichen, wird der reine Buntaufbau modifiziert. (> UCR > Unbuntaufbau)

Büttenpapiere

wurden ursprünglich von Hand mit einem Sieb aus der “Bütte” geschöpft. Typisches Merkmal dieses handgeschöpften Büttenpapieres ist der faserig ausgedünnte Rand, der am Aussenrand des Siebes entsteht. Das Handschöpfen wird allerdings kaum noch betrieben. Statt dessen wird Büttenpapier - ebenfalls mit dem faserig ausgedünnten Büttenrand - auf einer > Rundsiebmaschine hergestellt. Daneben gibt es Maschinenbütten, das auf Langsiebmaschinen hergestellt wird. Ihm fehlt der natürliche ausgedünnte Rand, der häufig durch Quetschen, Stanzen oder unregelmässiges Beschneiden nachgeahmt wird.

CAD

Computer Aided Design. Computerunterstütztes Entwerfen, Konstruieren, Zeichnen, Entwickeln u.a.

CAE

Computer Aided Engineering. Rechnerunterstützte Verfahren in allen Ingenieurbereichen.

camera obscura

Lochkamera Leonardo da Vincis

CCR

Abkürzung von Complementary Color Reduction. In der Scannertechnik von Siemens-Hell eingeführte Bezeichnung für alle Reproduktionsvarianten eines Farbsatzes zwischen dem > Buntaufbau und dem > Unbuntaufbau.

CD

Abkürzung für Compact Disc. Digitales Speichersystem, dass nicht durch mechanische Berührung durch einen Abtastkopf, sondern durch einen Laserstrahl abgetastet wird.

CtP

“Computer to Plate” - Direkte Bebilderung von Offsetplatten für Offsetmaschinen in CtP-Anlagen ohne vorherige Filmentwicklung und Plattenkopie.

chemischer Druck

Bezeichnung Senefelders, für das von ihm erfundene Flachdruckverfahren.

Chromopapier und -karton

Holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der stets wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von Kunstdruckpapier; die Streichmasse ist aber wegen anderen Anforderungen an das Produkt (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzefähigkeit) anders zusammengesetzt. Chromopapier wird überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugpapiere eingesetzt, Chromokarton für Faltschachteln, Schaukartons (Displays), Dekoration, Schallplattenhüllen oder Buch- und Broschüreneinbände.

Copyright

Urheberrecht; Schutz vor unberechtigtem Nachdruck.

Cover

Englische Bezeichnung für Buchumschlag, Bucheinband.

Cromalin

“Andruckersatz”, Farbprüfverfahren von DuPont

Cyan

Bezeichnung für eine Grundfarbe der substraktiven Farbmischung, (Blaugrün, früher Blau).

Decke

Buchdecke, Einband eines Buches.

Dehnrichtung

Laufrichtung

De-inking

Aufbereitung von Altpapier: Druckfarbenentfernung.

Deleatur

Korrekturzeichen: Es werde getilgt. Einzelner Buchstabe oder Wort soll entfernt werden.

Densitometer

Dichtemessgerät für Auflicht und Durchlicht in der Reproduktion und im Druck. Messwert: > Dichte (= lg. Wert der Opazität bzw. der Absorption)

Desktop Publishing (DTP)

“Drucken auf dem Schreibtisch”. Möglichkeit zur Text und Bildverarbeitung mit Personalcomputerns und geeigneten Programmen (Software), einem Scanner zur Eingabe von Bildern sowie einem Laserdrucker. “Druckseiten” sind am Bildschirm mit vorhandenen Texten (erfasst mit einem Textverarbeitungsprogramm), mit Grafiken (elektronisch gezeichnet mit einem Paintprogramm oder über Scanner eingelesen) und Bildern (erfasst im Scanner) zu gestalten. Mittlerweile hat das DTP den konventionellen Fotosatz vollständig abgelöst.

Diapositiv

Positive Durchsichtsvorlage, ein- oder mehrfarbig.

Dichte

1. (Massendichte r) die in der Volumeneinheit (cm3) enthaltene Masse einer Substanz in g. Dimension: g/cm3; Wasser bei 4° C; r = 1; Aluminium: r = 2,69; Eisen: r = 7,6; Blei: r = 11,35; Quecksilber: r = 13,55;
2. optische Dichte: Logarithmus der Opazität.

digital

Darstellung von Informationen durch Ziffern. Bei der digitalen Informationsverarbeitung besteht ein Signal nur aus zwei physikalischen Zuständen, z.B. Strom fliesst oder Strom fliesst nicht. Die digitale Informationsübertragung ist weniger störanfällig und erheblich leistungsfähiger als die > analoge Technik.

DIN

Deutsche Industrie Norm, legt Begriffe, Masse, Anwendungen eindeutig fest. Wichtige DIN-Normen für den Offsetdruck:
DIN 16529 Begriffe Flachdruck
DIN 16544 Begriffe Reproduktionstechnik
DIN 16509 Farbskala nach DIN (kalte Skala)
DIN 16539 Europa Skala

DIN-Formate

Grössen der im Geschäfts- und Behördenverkehr benutzten Papier- und Kartonsorten (Schreib-, Schreibmaschinen-, Formular-, Durchschlags- und Abzugspapiere, Postkarten und Karteikarton). Am bekanntesten sind die Formate der > DIN Reihe A. In dieser Reihe entsteht das nächstkleinere Format immer durch Halbieren der Längsseite des Ausgangsformats. Das grösste Format ist DIN A 0 (841 x 1189 mm), das wohl bekannteste DIN A 4 (210 x 297 mm).

Display

1. In der Werbung ein Aufsteller als Verkaufshilfe.
2. Visuelle Anzeige für eingegebene Daten.

drucken

Vervielfältigen, bei dem zur Wiedergabe von Informationen (Bild und/oder Text) Druckfarbe auf einen Bedruckstoff unter Verwendung eines Druckbildspeichers (z.B. Druckform) aufgebracht wird.

Druckfarbe

Substanz, die beim Drucken auf den Bedruckstoff aufgebracht wird.

Druckform

Werkzeug zum Drucken, das so bearbeitet ist, dass damit Druckfarbe auf den Bedruckstoff zur Wiedergabe einer textlichen und/oder bildlichen Darstellung übertragen werden kann.

Druckkennlinie

Die Druckkennlinie sagt aus, wie weit der gedruckte Punkt von dem Punkt auf dem Film bzw. auf der Platte in seiner Grösse abweicht.

Druckkontrast

Zur Ermittlung der Normalfärbung ist es notwendig, eine Messgrösse zu haben, die eine objektive Beurteilung erlaubt. Dies ist der Druckkontrast. Er errechnet sich nach der Formel:
K = Dichte Vollton - Dichte Raster
Dichte Vollton

Drucknutzen

Die aus einem Druckbogen zu schneidenden Exemplare. Beispiel: Es wird zu mehreren Bildnutzen (Etiketten usw.) gedruckt.

Druckperforation

Strich-Perforation in der Druckmaschine.

Drucktuch

Gummituch für die indirekte Bildstellenübertragung im Offsetdruck.

Druckverfahren

Die sich in technologischer Funktion unterscheidende Arten des Druckens. Nach Funktion der Druckform z.B. werden folgende Hauptdruckverfahren unterschieden: Hochdruck, Flachdruck (0ffsetdruck), Tiefdruck, Durchdruck (Siebdruck).

Druckweiterverarbeitung

Auch: Druckverarbeitung, industrielle Buchbinderei. Gedruckte Produkte (z.B. Bogen) werden zu einem Endprodukt (z.B. Prospekt) verarbeitet.

dublieren

Die Rasterpunkte und auch andere Zeichnungselemente erhalten einen nicht passergenauen zusätzlichen schwächeren Abdruck. Das Papier, die Druckmaschine oder das Gummituch können die Ursache für das Dublieren sein.

Duplexdruck

1. Unechter Duplexdruck: Farbiger Druck von einer Druckplatte in zwei Durchgängen mit zwei Farben, der Stand des Bildes wird beim zweiten Druckgang minimal diagonal verschoben.
2. Echter Duplexdruck: Farbiger Druck von zwei Druckplatten, die sich den Tonwerten und Tonabstufungen und der Rasterwinkelung unterscheiden. Eine einfarbige Vorlage kann im Dublexdruck wesentlich plastischer als im einfarbigen Druck wiedergegeben werden. Heute jedoch weitgehend durch Farbdrucke überholt.

durchscheinen

Durch zu hohe Transparenz des Bedruckstoffes wird das Druckbild auf der Rückseite sichtbar.

durchschlagen

Bestandteile der Druckfarbe durchdringen den Bedruckstoff.

EAN

Europäische Artikel-Numerierung. Maschinenlesbarer europäischer Strichcode aus hellen und dunklen Balken. Die einzelnen Balken stehen in Gruppen für Länderkennzeichen, Betriebs- und Artikelnummern.

Egoutteur

Wasserzeichen

einrichten

Vorbereitende Arbeiten (> rüsten) an Maschinen für die Produktion. Im Offsetdruck alle Arbeiten vom Einspannen der Druckplatte bis zur Druckfreigabe zum Fortdruck.

einstecken

Buchbinderischer Fachbegriff (auch sammeln genannt) für das Ineinanderlegen mehrerer Falzbogen zu einer gesamten Lage, die durch den Rücken mit Draht geheftet wird. Es entsteht ein einlagiges Produkt. Bei industrieller Produktion erfolgt das Ineinanderlegen und Heften automatisch in Sammelheftmaschinen.

Einzug

Das Einrücken der ersten Zeile eines jeden Absatzes nach rechts um etwa ein Geviert (= Quadrat der Schriftgrösse). Dadruch ist ein neuer Absatz leichter zu erkennen.

Endfilm

Reprotechnisch hergestellter, kopierfertiger Film mit bestimmten Eigenschaften: randscharf, schleierfrei, optimale Deckung (Dichte) bzw. Transparenz.

Endformat

Beschnittenes Format eines Druckproduktes.

Endlosdruck

Formulardruck in Rotationsmaschinen, die die bedruckten Papierbahnen stanzen, lochen und perforieren und aufgerollt in Zickzackfalzung oder in Bogen auslegen. Es wird dabei in verschiedenen Druckverfahren gedruckt.

Exlibris

Früher gebräuchliches, meist künstlerisch gestaltetes Bucheigentumszeichen.

Fadenheftung

Qualitativ beste Bindetechnik zur Herstellung von Buchblocks für Bücher. Einzelne Falzbogen werden im Rücken durch Fäden mit den folgenden Bogen zu einem Buchblock vernäht. Teilweise wird der Faden zur grösseren Stabilität und Haltbarkeit durch eine Gaze (grobes Gewebe) gezogen.

Faksimile

Originalgetreue Wiedergabe, z.B. Handschrift, Urkunde, Gemälde.

Faltschachteln

Verpackungen aus speziellem Faltschachtelkarton. Ist die Faltschachtel verarbeitungstechnisch fertig, wird sie flach liegend an den Kunden versandt. Erst vor dem Abpacken des Füllgutes wird die Faltschachtel aufgerichtet und zu einem Behälter geformt.

Faltschachtelkarton

Für die Herstellung von Faltschachteln geeigneter ungestrichener oder gestrichener Karton, der gut zu falzen, ritzen, rillen und nuten sowie zu bedrucken ist.

Falz

In der Buchbinderei ein scharfer Bruch bei Papieren. Die Seiten bei mehrseitig bedruckten Bogen sind so angeordnet, dass durch das Falzen ein Produkt (Prospekt, Werk u.a.) mit fortlaufenden Seitennummern entsteht. Gefalzt wird im allgemeinen mit > Falzmaschinen. Die > Laufrichtung des Papiers sollte mit dem letzten Falz parallel laufen.

Farbannahmeverhalten (FA)

“Trapping” = Kontaktfähigkeit einer Druckfarbe auf einer vorhergedruckten Farbe im Nass-im-Nass-Druck.

FA= (Dv1+2)-Dv1 x100%
Dv2

Farbauszug

Durch Aufnahme mit einem entsprechenden Farbauszugsfilter gewonnenes Negativ oder Diapositiv. Durch den Druck der entsprechenden Farbauszugsfilme mit den substraktiven Grundfarben und im Offsetdruck und Buchdruck, einer Schwarzplatte ist eine nahezu originalgleiche Wiedergabe der Vorlage prinzipiell möglich.

Farbdichte (D)

Beim Auflichtdensitometer zur Messung von Drucken: Logarithmische Masszahlen für den Anteil des nicht zurückgeworfenen Lichts. Beim Durchlichtdensitometer zur Messung von Filmen: Logarithmische Masszahl für den Anteil des nicht zurückgeworfenen Lichts.

Farbe

Ein durch das Auge vermittelter Sinneseindruck. Farbe ist somit eine optische Erscheinung und kein materieller Stoff wie Druckfarbe, Malerfarbe u.ä. der Sinneseindruck Farbe ist durch die drei Grössen > Farbton, > Sättigung und > Helligkeit (auch: Dunkelstufe oder Verschwärzlichung) nach DIN 5033 zu definieren.

Farbkorrektur

Gezielte Veränderung der Farbwerte von Farbauszügen durch manuelle, chemische oder elektronische Verfahren oder Masken zur Erreichung der originalgetreuen Wiedergabe der Vorlage.

Farbprüfverfahren

Verfahren, die als Andruckersatz zur Überprüfung der Farbauszüge und für manuelle ton- und Farbwertkorrktur eingesetzt werden.

Farbsatz

Durch Farbauszugsfilter hergestellte Teilfarben als Negativ- oder Positivfilme von einer Farbvorlage. Einzelne Farbauszüge für die Druckfarben Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz geben im Zusammendruck die Farbvorlage wieder.

Farbskala

1. Druckfarbe: Genormte Druckfarben für einen Farbdruck, z.B. Europa-Skala nach DIN 16539. 2. Andruck: Druck der einzelnen Farben und der Zusammendrucke für die korrekte Farbführung im Auflagendruck; auch: > Andruckskala.

Farbtemperatur

Ein schwarzer Körper sendet beim Erhitzen Strahlen aus, die sich mit steigender Temperatur über Rot und Blau zu Weiss verändern. Die Farbe einer Lichtquelle wird messtechnisch mit der Farbe des schwarzen Körpers verglichen. Der Farbe der Lichtquelle ordnet man die entsprechende Temperatur des Körpers in Kelvin (K) zu.

Farbton

Eigenschaft, die eine bunte Farbe von einer unbunten Farbe unterscheidet. Diese Eigenschaft ist eine der drei Grössen, mit denen eine > Farbe gekennzeichnet werden kann. Sie gibt die Art der Buntheit an, die (umgangssprachlich) mit Farbnamen wie Blau, Grün, Gelb u.ä. benannt wird.

Feinpapier

sind nicht etwa besonders dünne Papiere. “Fein” bezieht sich auf die verwendeten Rohstoffe, wie besonders hochwertige > Zellstoffe oder > Hadern.

Flächendeckungsgrad (FD)

oder Rasterdeckung in Prozent oder wirksame gedeckte Fläche im Druck.

Flächengewichte

(neu: flächenbezogene Maske) bezeichnen die Gewichte von Papieren, Kartons und Pappen. Gemessen werden sie in Gramm pro Quadratmeter, Papiererzeugnisse bis etwa 150 Gramm pro Quadratmeter (g/m2) bezeichnet man als Papier, zwischen 150 und 600 Gramm sind es in der Regel Kartons und darüber hinaus Pappen.

Flattermarke

Beim Werkdruck zwischen der ersten und letzten Seite eines jeden Bogens mitgedruckte Linie, die bei dem jeweils folgenden Bogen um ein bestimmtes Stück nach unten versetzt wird. Sie ermöglicht eine sichere optische Kontrolle der richtigen Reihenfolge der gefalzten und zusammengetragenen Bogen.

Format

Grösse eines Blattes, eines Bogens, einer Druckseite, einer Reprovorlage u.a. Bei einem Seitenformat unterscheidet man zwischen Hochformat und Querformat. Grundsätzlich wird zuerst die Basislänge genannt, die parallel zur Schrift läuft. Beispiele: Hochformat 21 x 29.7 cm, Querformat 29.7 x 21 cm.

Fotosatz

Manuelle, maschinelle und automatische Satzherstellungsverfahren, die Texte auf Fotopapier oder Film herstellen.

Fraktur

Gebrochene Schrift.

Fussnote

Erläuternder Text bzw. Anmerkung in kleinerem Schriftgrad als die Grundschrift, der meistens im Fuss einer Seite gesetzt ist.

Ganzseitenmontage

Zusammenstellen einzelner Texte, Grafiken und Bilder zu einer > Ganzseite. Bei elektronischem Umbruch erfolgt die Arbeit am Bildschirm. Gespeicherte Texte und Bildelemente werden nach einem Umbruchschema positioniert und wieder elektronisch abgespeichert. Die Ganzseite ist direkt auf Film auszugeben. Eine manuelle Seitenmontage entfällt.

gautschen

bezeichnete ursprünglich das Ablegen des noch nassen Papierblattes vom Handsieb auf einen Filz. Heute versteht man darunter das Pressen des Papiers am Ende der Siebpartie (> Papiermaschine) oder auch das Verbinden noch nasser Papierbahnen durch Aufeinanderpressen, wobei die Fasern miteinander verfilzen.

Gemeine

Kleinbuchstaben.

gestrichen

Gestrichen werden Papiere und Kartons, um ihnen eine geschlossene Oberfläche zu geben, sie glänzender oder matter und öbesser bedruckbar zu machen. Zu diesem Zweck wird in Streichmaschinen eine Streichmasse aus Pigmenten (z.B. China- Clay, Kreide, Satinweiss) und Bindemitteln (wie Kunststoff- Dispersionen, Stärke oder Kasein) aufgebracht, gleichmässig verstrichen, getrocknet und satiniert.

Glanzüberdrucklacke, -firnisse, -pasten

Filmbildende Stoffe, die in einem Druckverfahren auf einen Bedruckstoff zur Erhöhung des Glanzes oder zum Schutz des Druckbildes aufgedruck werden.

glatter Satz

Fortlaufender Text aus der gleichen Schrift.

Goldener Schnitt

Schönheitsgesetz für die Harmonie der Proportionen, das bei der Flächen- und Raumaufteilung in der Kunst, der Typografie u.a. eine besondere Bedeutung besitzt. Seitenverhältnis 5:8 bzw. 8:13.

Gradation

Wiedergabefähigkeit einer lichtempfindlichen Schicht für Tonwertabstufungen einer Vorlage bei entsprechender Belichtung. Man unterscheidet Gradationsstufen zwischen weich und ultrasteil. Filmmaterialien mit ultrasteiler (sehr harter) Gradation geben nur die Tonwerte weiss und schwarz wieder, sie sind daher für Strich- und Rasterarbeiten unentbehrlich. Je weicher die Gradation ist, desto mehr Helligkeitswerte liegen zwischen weiss und schwarz, die auf dem Fotomaterial wiedergegeben werden.

Graukeil

Halbton auf Fotopaier oder Film, dessen Dichten von Weiss bis Schwarz stufenlos ansteigt.

Greiferrand

Fläche bei Papieren, die nicht bedruckt werden kann. Im Bogendruck wird der einzelne Druckbogen an der Vorderkante durch Greifer (Greifersysteme) erfasst und durch die Druckmaschine geführt.

Grundfarben

Nicht zu ermischende Farben. Additive Grundfarben = Lichtfarben: Blau, Grün, Rot. Substraktive Grundfarben = Körperfarben: Cyan, Magenta, Gelb.

gussgestrichene Bedruckstoffe

Gussgestrichene Papiere und Kartons erhalten ihren Glanz nicht durch Satinieren, sondern durch ein Abformen der noch oder wieder feuchten Strichoberfläche am Mantel eine hochpolierten, verchromten Trockenzylinders.

Hadern

(Lumpen) waren bis weit ins 18. Jahrhundert hinein das einzige Rohmaterial der Papierherstellung. Heute stellen solche Textilfasern kaum mehr 2 Prozent des gesamten Rohstoffverbrauchs. Eingesetzt werden sie vor allen für Papiere, an die besondere Ansprüche gestellt werden, wie Banknoten- und Dokumentenpapier oder Dünn- und Bilderdruckpapiere.

Halbband

Bezeichnung für einen Einband. Die Buchdecke ist nur über den Rücken (durch übergreifende Teile) mit Gewebe, Leder oder Pergament überzogen. Der Deckel erhält einen Überzug aus Papier oder einem anderen Material.

Halbstoffe

Für die Papierherstellung bestimmte, mit Ausnahme des Holzschliffes meist trocken angelieferte Faserstoffe (Hadern- Halbstoff, Holzschliff, Halbzellstoff, Altpapier, Zellstoff), die unter Zugabe von Wasser und Hilfsstoffen zur eigentlichen Papiermasse aufbereitet werden.

Halbtonvorlage

Ein- oder mehrfarbige Vorlage mit kontinuierlich verlaufenden Helligkeitsstufen von Weiss bis Schwarz bzw. Hell bis Dunkel. Drucktechnisch sind Halbtonvorlagen im Offsetdruck nur durch reprotechnisches › Rastern, d.h. zerlegen in einzelne, flächenvariabele Bildstellen (autotypische Rasterpunkte) zu drucken.

Hauskorrektur

Die erste Korrektur nach dem Herstellen des Satzes. Nach dem Lesen und der Ausführung der Korrekturen folgt eventuell noch eine zusätzliche Autoren- oder Bestellerkorrektur.

Headline

Titelzeile

Heat-set-Druckfarben

Spezielle Druckfarben für den Akzidenz-Rollen-Offsetdruck. Unter Hitzeeinwirkung im Trockner verdunsten leicht flüchtige Mineralöle oder Druckfarbe.

Heft

Buchbinderei: Einlagiges, durch den Rücken (Falz) mit Draht oder Faden geheftetes Produkt ohne oder mit einem leichten Umschlag.

heften

Bindeverfahren in der Buchbinderei. Gefalzte Bogen oder Einzelblätter werden miteinander durch Faden, Draht oder Klebstoffe verbunden.

Hi Res

Abk. von High Resolution, Hohe Auflösungsdichte z.B. bei Belichtern, Scannern etc.

Hochformat

Format

Holz

wurde erst 1843 als Grundstoff für die Papierindustrie entdeckt. Heute ist es der wichtigste Faserrohstoff für die Papierherstellung. Bevorzugt wird für diesen Zweck Nadelholz, weil es längere Fasern liefert als Laubholz. Die kürzere Laubholzfaser wird teilweise für grafische Papiere sowie für Chemie- und Kunstfaserzellstoff eingesetzt.

holzfreie Papiere

Ausschliesslich aus reinem Zellstoff (mindestens 95%) also ohne andere Holzbestandteile hergestellte “Feinpapiere”.

holzhaltige Papiere

bestehen zu 10 bis 75 Prozent - bei Zeitungsdruckpapieren sogar bis zu 90 Prozent - aus > Holzschliff.

Hotmelt

Lösemittelfreier, thermoplastischer Schmelzklebstoff, der bei bestimmten Temperaturen fliessend ist und verarbeitet werden kann. Eingesetzt in Klebebindemaschinen und bei Verpackungen.

Hurenkind

Flachausdruck: Letzte, nicht ganz gefüllte Zeile eines Absatzes im Kopf der folgenden Seite.

Impressum

Vorgeschriebene Nennung der Verantwortlichen für den Druck und den Inhalt von Zeitungen, Zeitschriften, Werken.

Imprimatur

“Es werde gedruckt.” Druckreifeerklärung des Auftraggebers oder Korrektors.

Initiale

Grosser, verzierter Anfangsbuchstabe.

Inkunabeln

Wiegendrucke = Ein Druckwerk, welches bis zum Jahre 1500 entstanden ist.

Irisdruck

Farbiger Druck, bei dem mehrere im Farbkasten nebeneinander liegende Farben auf den Farbwalzen ineinander verlaufen und die Platte in Bahnen oder Streifen mehrfarbig einfärben.

ISBN

Internationale Standardbuchnummer mit Angabe der Sprachgruppe, der Nummer des Verlages, der verlagsinternen Titelnummer und einer Prüfziffer.

Kalander

Maschine mit einer Walzenkombination zum Glätten (satinieren)von Papieren.

kalibriert

Bedruckstoff, der durch starke Satinieren eine optimal gleichmässige Dicke über die gesamte Bogenfläche aufweist. Kalibrierte Papiere und Kartons eignen sich besonders gut als Unterlagenmaterial für Aufzüge.

Karton

ist ein Erzeugnis, das im Flächen aufeinandergeklebt. Papiere und Pappen können z.B. mit Aluminiumfolie (lichtundurchlässig), Zellglas, Kunststoffolien oder Textilien kaschiert werden.

Klebebindung

Bindeverfahren mit Klebstoffen (ohne Faden), bei denen der Buchblock aus einzelnen Blättern besteht. Bei der Blockklebebindung wird der feststehende Buchblock, bei der Fächerklebebindung (Lumbeck-Verfahren) der nach beiden Seiten aufgefächerte Buchblock klebegebunden.

Klimatisierung

Anpassen von Werkstoffen z.B. Bedruckstoffen, an das vorgegebene Klima. Beispiel: Anpassen der Gleichgewichtsfeuchte des Papiers an das Klima im Drucksaal.

kollationieren

In der Weiterverarbeitung das Überprüfen der gefalzten Bogen eines Buchblocks auf Vollständigkeit und richtige Reihenfolge anhand der Flattermarke.

Kolumne

Druckseite mit Satz und Bildern

Kolumnentitel

1. Lebender Kolumnentitel: Seitenzahl und (inhaltliche) Vermerke zur Druckseite oder des Buches. Er steht in der Regel im Kopf der Kolumne und zählt zur Fläche des Satzspiegels.
2. Toter Kolumnentitel: Seitenziffer, die im Kopf oder im Fuss steht. Der tote Kolumnentitel wird nicht zur Fläche des Satzspiegels gezählt.

Komplementärfarben

Farbenpaar, das sich additiv gemischt zu Weiss ergänzt. Bei substraktiver Mischung ergänzen sich die Komplementärfarben zu Schwarz.

kompress gesetzt

Text, der ohne zusätzlichen Zeilenabstand (> Durchschuss) gesetzt wurde.

Kontaktkopie

Direktes Übertragen von Bildstellen einer Vorlage 1:1. Beispiel: Vorlage (Filmnegativ) und zu belichtendes Material (Liniefillm) liegen in dirktem Kontakt Schicht auf Schicht.

Kontrast

Gegensatz. Helligkeitsumfang zwischen hellen und dunklen Bildstellen. In der Drucktechnik ist der “relative Druckkontrast” für den Andruck und Fortdruck zur Festlegung der Normalfärbung wesentlich.

kopieren

Übertragen von geeigneten Kopiervorlagen durch Kopierlampen auf eine lichtempfindlich beschichtete Druckplatte.

Korrektur

1. Prüfverfahren für gesetzte Texte: Lesen eines Abzuges, anstreichen von Fehlern oder Mängeln, beseitigen der Fehler oder Mängel.
2. Prüfverfahren der Reproduktionstechnik: Prüfen und beurteilen der Ton- und Farbwerte von Reproduktionsprodukten, Farbprüfverfahren und Andrucken.
3. Ton- und Farbwertveränderungen an Reproduktionsprodukten durch manuelle, chemische, fotografische oder elektronische Verfahren.

Korrekturzeichen

Genormte Zeichen für die Angabe von auszuführenden Korrekturen bei Texten und Bildern.

Kunstdruckpapiere

(originalgestrichen) sind gestrichene Papiere, die durch Beschichtung in einer besonderen Streichanlage eine glänzende oder auch matte, ebene und geschlossene Oberfläche erhalten haben. Auf ihnen lassen sich Bilder mit feinstem Raster drucktechnisch wiedergeben.

kursive Schrift

Schräglaufende Schrift

Kurzbezeichnungen

1/0 = 1 Druckfarbe auf der Bogenvorderseite, auf der Rückseite unbedruckt
1/1 = 1 Druckfarbe auf der Bogenvorderseite, 1 auf der Rückseite
2/2 = 2 Druckfarben auf der Bogenvorderseite, 2 auf der Rückseite
usw…

lackieren

Drucke durch aufgetragene Lackschichten (farblos) schützen und durch Oberflächenglanz veredeln, erfolgt in speziellen Lackiermaschinen oder auch für anspruchslosere Arbeiten in Druckmaschinen (drucklackieren).

laminieren

auch: kaschieren. Mit transparenten Kunststoffolien überziehen.

lasierend

Durchscheinend

Laufrichtung

ist die Richtung, in der das Papier durch die > Papiermaschine läuft. Dadurch ist sie in der Regel auch die bevorzugte Faserrichtung im Papier. Die Laufrichtung spielt insbesondere bei der Verarbeitung des Papiers oder Kartons eine Rolle, da das Material in dieser Richtung meist eine grössere Festigkeit bzw. Steifigkeit aufweist. Die Beachtung der Laufrichtung (M) ist für den Druck, die Druckverarbeitung und für den Gebrauchszweck vieler Drucksachen von Bedeutung. Hinweis: “M” = Maschinenrichtung.
Breitbahn:
Der Papierbogen liegt breit in der Papierbahn, d.h. die kurze Seite läuft parallel zur Laufrichtung der Papierbahn in der Papiermaschine. Kennzeichnung nach DIN 6725, z.B. 61Mx86, früher: 61×86.
Schmalbahn:
Der Papierbogen liegt schmal in der Papierbahn, d.h. die lange Seite des Papierbogens verläuft parallel zur Laufrichtung der Papierbahn in der Papiermaschine. Kennzeichnung: z.B. 61x86M, früher 61×86 (nach DIN 16544).

Laufweite

Seitliche Ausdehnung, die das Alfabet bzw. einzelne Buchstaben in einer bestimmten Schrift einnehmen. Im Bleisatz waren die Dickten der Buchstaben durch den metallischen Kegel festgelegt. Die Laufweite konnte nur durch Sperren erweitert werden. Dagegen ist im Fotosatz ein Erweitern und ein Verringern (= Unterschneiden) möglich.

Layout

Entwurf. Verbindliche Anordnung für den Stand von Texten und Bildern zur Herstellung von Drucksachen.

Leimung

Durch Leimung wird Papier beschreibfähig. Vollgeleimte Papiere sind kaum saugfähig, daher tintenfest. Mit abnehmenden Leimungsgrad verringert sich diese Festigkeit, das Papier wird saugfähiger. Durch Oberflächen-Leimung wird die Festigkeit und Dimensionsstabilität verbessert, solche Papiere sind insbesondere für den Offsetdruck, als Zeichenpapiere und Dokumentenpapiere geeignet.

Leporellofalz

Zickzackfalz. Jeder folgende Falz wird in entgegengesetzte Richtung wie der vorhergehende gefalzt.

Lichtechtheit

Widerstandsfähgikeit von Druckfarben gegen die Einwirkung von Tageslicht ohne direkten Einfluss der Witterung (DIN 16255). Einteilung der Lichtechtheit in 8 Klassen nach der Wollskala (WS) 1 = geringste, 8 = höchste Lichtechtheit. Farbmischungen zwischen Farben unterschiedlicher Lichttechnik, z.B. WS 8 und WS 5, ergeben eine Mischfarbe mit der geringeren Lichtechtheit WS 5.

Lumbeck-Verfahren

Fadenlose Klebebindung für Broschüren, Bücher u.a. Der Bund des Buchblocks wird abgeschnitten. Nach Einklemmen des Buchblocks wird der herausragende Bund nach einer Seite aufgefächert und mit Klebstoffen bestrichen, der Vorgang wiederholt sich beim Auffächern des Blocks zur anderen Seite.

LWC-Papier

Leichtgewichtige, gestrichene Rollenpapiere mit ca. 50g/m2.

Magenta

Neben Cyan und Gelb (Yellow) die dritte substraktive Grundfarbe. Die Bezeichnung wurde mit der Europa-Farbskala anstelle von Purpur (griech. hochrot) eingeführt. Fälschlicherweise wird die Druckfarbe Magenta aus der Europa- Farbskala immer noch von Druckern Rot genannt. Diese Bezeichnung steht jedoch im Gegensatz zur der Mischfarbe aus Magenta und Gelb, die ebenfalls Rot genannt wird, und der additiven Grundfarbe Rot.

Majuskeln

Grossbuchstaben; heute: Versalien

Makulatur

Fehlerhafte Druck aller Art.

Manuskript

Vorlage für die Texte einer Druckarbeit.

Marginalien

Neben dem Satzspiegel stehende “Randbemerkungen” in Fachbüchern, Fachartikeln u.ä. zum raschen Auffinden wichtiger Textstellen.

Mattgestrichene Papiere

Gestrichene Papiere, die nicht oder nur sehr gering satiniert wurden.
Minuskeln
Kleinbuchstaben; heute: Gemeine.

Mittelfeine Papiere

Papier mit einer Mischung aus Zellstoff und Holzstoff. Leicht holzhaltige Druck- und Schreibpapiere.

Moiré

(gesprochen: moare) Störende Musterbildung, die durch ungünstige Rasterwinkelung im Druck erscheint.

Naturpapier

Bezeichnung für sämtliche ungestrichenen Papiere, die maschinenglatt oder satiniert sein können.

Nuten

In der Druckverarbeitung das Heraustrennen eines Materialspans aus einem dicken Karton (z.B. Faltschachtelkarton) oder aus Pappe, um ein Umlegen bzw. Biegen des Werkstoffes zu ermöglichen.

Nutzen

Anzahl gleicher Exemplate z.B. Anzahl der aus einem Druckbogen zu schneidenden Exemplare, oder mehrfach von derselben Vorlage angefertigte Kopiervorlagen (Nutzenfilme).

Offizin

(lat. officina = Werkstätte) Alte Bezeichnung für Druckereibetrieb.

Oktav

Ältere Bezeichnung für einen Druckbogen mit 8 Blättern = 16 Seiten.

Opazität

Fachwort für die Undurchsichtigkeit bei Papieren, Filmen u.a. diese Eigenschaft ist vor allen für grafische Papiere wichtig, die z.B. von beiden Seiten bedruckt werden sollen. Die Opazität kann dadurch erhöht werden, dass man der Papiermasse mehr > Holzschliff oder Füllstoffe wie Kaolin, Talkum oder Titandioxyd zusetzt. Dadurch entsteht gleichzeitig auch eine glatte Oberfläche.

Papier

Erzeugnis aus mechanisch oder chemisch freigelegten Pflanzenfasern, die in wässriger Suspension miteinander verfilzen und - unter Zusatz von › Hilfsstoffen wie > Füllstoffen, > Farbstoffen oder Leim- zu einer Blauform verarbeitet werden. Laut DIN 6730: “Ein flächiger, im wesentlichen aus Fasern meist pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird.”

Passer

Beim Mehrfarbendruck der genaue Über- oder Nebeneinanderdruck der einzelnen Farben.

Passkreuze

Feine Fadenkreuze o.ä. auf Farbauszügen und Druckplatten zum Einpassen bei der Montage und beim Einrichten der Druckplatten (genaues Einpassen “nach Bild”!) und zur laufenden Passerkontrolle im Fortdruck. Bei Verwendeung eines Registersystems werden Filme oder Druckplatten mit einer Passkreuzlochstanze (Registerstanze) gelocht, sie können exakt montiert und ebenso in der Druckmaschine eingerichtet werden.

perforieren

Loch- oder Schlitzstanzung in Papier oder Karton zum Abtrennen eines Blattes oder eines Blatteiles. Herzustellen in Perforiermaschien, in Endlosdruckmaschinen oder in Buchdruckmaschinen (seltener auch in Offsetdruckmaschinen).

PDF

Abkürzung für “Portable Document Format, > “Acrobat”

pH-Wert

pH-Skala = lateinisch: potentia Hydogenii = Wirksamkeit des Wasserstoffes. Masszahl für die Konzentration an Wasserstoffionen in einer Lösung, allgemein: Mass für die Stärke einer Säure oder Lauge. Messung kolorimetrisch mit Indikatoren oder elektrochemisch. Beispiel: pH 1 = stark sauer, pH 7 = neutral, pH 14 = stark alkalisch. In der Druckindustrie insbesondere bei der Papierherstellung und im Offsetdruck von Bedeutung.

Pixel

EDV: Kleinster, darstellbarer Bildpunkt (Mikroelement) auf dem Bildschirm oder durch den Drucker einer EDV-Anlage.

Plagiat

Geistiger Diebstahl eines literarischen, bildnerischen oder musikalischen Werkes.

Planobogen

Flachliegender, ungefalzter Bogen.

Proof

Andruck-Ersatz (siehe Andruck) entweder Analogproof mit farbigen Folien im Laminierverfahren vom bereits belichteten Film, oder Digitalproof (farbverbindlicher Laser- oder Tintenstrahldruck direkt aus der Datei, also vor der Filmherstellung).

Punkt

Typografisches Mass. Heute übliche Umrechnung: 1 Punkt (p) = 0,375 mm.
(frühere Umrechnung: 1 m = 2660 p; 1 p = 0,376 mm).
Punktzuwachs oder Rasterpunktverbreiterung
Als Punktzuwachs bezeichnet man die Abweichung zwischen Rastertonwert im Film und Rastertonwert im Druck.

Quadratmetergewicht

Flächenbezogene Masse bei Bedruckstoffen in g/m2.

Quart

Veralterte Bezeichnung für einen Falzbogen mit 4 Blättern = 8 Seiten.

Querformat

Druckprodukt, bei dem Schriftzeilen parallel zur langen Seite des Papierformates laufen. Bei der Angabe des Formates wird grundsätzlich die waagerechte Länge (“Breite”) und dann die senkrechte Länge (“Höhe”) angegeben. Beispiel für eine Formatangabe: 29,7 cm x 21 cm > Hochformat.

Radierung

Eine im 16. Jahrhundert bekannt gewordene Tiefdrucktechnik. In eine ätzfeste Schicht (säurefestes Harz) mit der eine Kupferplatte beschichtet ist, wird mit einer feinen Nadel eine Zeichnung eingeritzt.

randabfallend

Angeschnittene Bilder oder Flächen.

Raster

Auf Glas oder Kunststoffolien scharf begrenzte oder verlaufend angeordnete Linien, Punkte oder Flächen zur Zerlegung von Halbtonvorlagen in Druckelemente bei allen Druckverfahren. Im konventionellen, tiefenvariablen Tiefdruck wird mit einem geeigneten Tiefdruckraster das zur Rakelführung notwendige Stegnetz erzeugt.

Rasterdichte oder integrale Dichte

an Rastermessfeldern gemessene Dichte (D) als Verhältnis von Farbstärke, Weissraum und gedeckten Raum.

Rasterweite

Anzahl der Rasterlinien pro cm.

Recycling

Im weitesten Sinne die Wiederverwendung schon gebrauchter Materialien. Recyclingverfahren sind ein wesentlicher Bestandteil sowohl des Umweltschutzes als auch der Rohstoffökonomie.

Register

Genaues Aufeinanderstehen des Vorder- und Rückseitendrucks bei Büchern, Broschüren, Zeitschriften usw.

Ries

(von arabisch “rizma” = Ballen, Mz.: Riese). Eine variable Mengeneinheit für › Formatpapiere. Sie werden z.B. in Riesen (Paketen) von je 250 oder 500 Bogen geliefert.

rillen

Eindrücken von linienförmigen Vertiefungen in Karton, Papier u.a. Materialien ohne Herausnahme eines Spans. Das Rillen verhindert das Brechen oder Platzen des Werkstoffes beim Umbiegen, Aufschlagen usw. (fälschlich “nuten” genannt).

RIP

Abkürzung für “Raster Image Processor”. Der RIP ist ein Computer bzw. -bauteil, der die in einer Seitenbeschreibungssprache definierten Text-, Bild- und Grafikelemente in eine für den Drucker bzw. Belichter darstellbare Form bringt. Der RIP erzeugt aus Vektor-Informationen eine Bitmap-Darstellung.

ritzen

Leichtes Einschneiden an Biegestellen schwerer Kartons oder Pappen, z.B. bei Faltschachteln.

Rohbogen

Unbeschnittener Druckbogen, der etwa 5% grösser als ein DIN-Bogen ist, um ein Beschneiden nach der Druckverarbeitung (z.B. falzen) zu ermöglichen. Beispiel: Rohbogen DIN A 2: 43 cm x 61 cm, genau geschnittener Bogen DIN A2: 42 cm x 59,4 cm.

Sammelhefter

Gefalzte Bogen werden in mehreren Stationen im Sammelhefter ineinander gesteckt und geheftet. Produkte sind einlagige Broschüren.

satiniert

Papiere, für deren Verwendungszweck (z.B. bedrucken mit feinem Raster) die Oberflächenqualität aus dem Glättwerk der > Papiermaschine nicht ausreicht. Die Satinage erfolgt in einem Kalander, einem System übereinanderliegender, meist beheizter Hartpapier- und Stahlgusswalzen, durch die das Papier schlangenförmig hindurchgeführt wird.

Satzspiegel

Bedruckte Fläche einer Druckseite entsprechend dem Gestaltungsraster. Der > Tote Kolumnentitel (Seitenzahl) und > Marginalien (Randbemerkungen) zählen nicht zum Satzspiegel.

Schmalbahn

Die lange Seite des Druckbogens verläuft parallel zur Laufrichtung der Papierbahn in der Papiermaschine, beim Druck laufen also die Fasern parallel zur Zylinderachse. Bei mehrfarbigen Druckarbeiten muss grundsätzlich Schmalbahnpapier im Offsetdruck verwendet werden, um bei einem Papierverzug in der Dehnrichtung durch Verändern des Plattenaufzugs einen Passer zu ermöglichen. Kennzeichnung: Die Laufrichtung (Faserrichtung) wird mit einem “M” = (Maschinenrichtung) gekennzeichnet, z.B. 61x 86 M.

Schöndruck

Der erste Druck auf einen zweiseitig zu bedruckenden Bogen.

Schön- und Widerdruck

Druck der Vorder- und Rückseite eines Bogens mit zwei verschiedenen Druckplatten, z.B.: für eine 16seitigen Druckauftrag werden zwei Druckplatten zu je 8 Seiten kopiert, auf einer Platte sind die Seiten 1,4,5,8,9,12,13 und 16, auf der anderen die Seiten 2,3,6,7,10,11,14 und 15.

Schusterjunge

Fachwort für typografisch unzulässigen Umbruch: Die (eingezogene) erste Zeile eines neuen Absatzes steht als unterste Zeile einer Satzseite bzw. Spalte. Die folgende Seite beginnt demnach mit der zweiten Zeile.

Schweizerdegen

Setzen und Drucker in einer Person.

Serigraphie

Künstlerischer Siebdruck.

Shore-Härte

Härteprüfung von Gummi nach DIN 53505. Messwerte: 0 = geringste, 100 = grösste Härte.

Siebdruck

Eines der ältesten Druckverfahren mit Siebschablonen, das in den letzten Jahrzehnten in speziellen Druckbereichen eine grosse Bedeutung erlangt hat.

Siebseite

Die Seite des Papiers, die bei der Blattbildung in der Papiermaschine auf dem Sieb aufliegt. Sie ist, vor allem bei Faserstoffen niedriger Qualität, häufig am leichten Abdruck des Metallgewebes auf der Papieroberfläche zu erkennen. Die Siebseite enthält zudem weniger Füllstoffe, weil diese zum Teil mit dem Wasser vom Sieb abgesogen werden. Die dem Sieb abgewandte Seite wird wegen der glatteren Oberfläche und des höheren Füllstoffgehalts als “Schönseite” oder “Schöndruckseite” bezeichnet. Für diese Verschiedenheit der beiden Oberflächen haben die Papiermacher den Begriff “Zweiseitigkeit” geprägt.

SM-Papier

Schreibmaschinenpapier.

spitz werden

Das Hellerwerden von feineren Tonwerten auf der Offsetdruckplatte im Fortdruck. Ursachen: zu saures Wischwasser oder zu saurer Bedruckstoff, zu starkes Ätzen, zu magere Druckfarbe.

Standbogen

Druckbogen, der zur Prüfung des genauen Standes aller Druckseiten oder Bildstellen ausliniert wird.

Steindruck

Erstes, von Alois Senefelder (1798) erfundenes Flachdruckverfahren; Druckform ist ein Kohlensaurer Kalkschiefer (Sonhofener Kalkschiefer), der lithografisch für den Druck präpariert wird. Druckformherstellung: Lithografie.

Strichvorlage

Ein- oder mehrfarbige Vorlage mit gleichmässig gedeckten, scharf begrenzten Tonwerten.

Tagesleuchtfarben

Fluoreszenzfarben, die auch unsichtbare Strahlungen sichtbar erscheinen lassen und somit eine wesentlich höhre Reflexion (Strahlkraft) bei einer Beleuchtung bewirken. Druck im Buch- und Offsetdruck, insbesondere im Siebdruck mit stärkerer Farbschichtdicke.

Taschenfalzmaschinen

Stauchfalzmaschinen. Im Gegensatz zu Schwertfalzmaschinen wird der Bogen nicht mit einem Schwert, sondern durch Stauchen gefalzt.

Tiefdruck

Hauptdruckverfahren. Gruppe von Druckverfahren, bei denen druckende Elemente vertieft liegen. Es wird mit niederviskosen (leichter flüssigen) Druckfarben gedruckt. Vor dem Druck ist von der Oberfläche der Druckform manuell oder mechanisch mit einer Rakel die Druckfarbe zu entfernen.

Titelei

Vorspann eines Buches mit allen Seiten vor dem eigentlichen Text. Dazu gehören insgesamt: Schmutztitel, Haupttitel, Impressum, Widmung, Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Einleitung sowie Vakatseiten (unbedruckt).

tonen

Das partielle Mitdrucken ausserhalb des Druckbildes liegender Stellen der Druckform.

Ton- und Farbwertkorrekturen

Manuelle (Retusche/Lithografie), fotomechanische (Maskierverfahren) und elektronische (elektr. Gravur und im Scanner) Korrekturen bei Farbauszügen insbesondere um die Wiedergabequalität der Reprovorlage zu verbessern.

Transparenz

Durchscheinend, lichtdurchlässig. Bedeutung in der Druckindustrie u.a. bei: Papieren, Druckfarben und Reprofilmen.

Trapping

eigentlich: Farbannahmefähigkeit beim Übereinanderdruck mehrerer Druckfarben. Aber: der Begriff steht in der modernen PrePress-Technologie für das Über- bzw. Unterfüllen der Farbflächen beim passergenauen Mehrfarbdruck um das Blitzen zu vermeiden.

Trimmer

In buchbinderische Fertigungsstrassen integrierter Fliessdreischneider für den Kopf/Fussbeschnitt sowie den Aussenbeschnitt von Zeitschriften, Broschüren u.ä. Produkten.

typografische Masssysteme

Masssystem im Bleisatz, das auf dem typografischen Punkt basiert. 1 Punkt = 0,376 mm. 1 m = 2660 p. Heute im Fotosatz immer noch zu finden, obwohl ab Ende 1977 nicht mehr zugelassen. Wenn in den Fotosetzmaschinen immer noch der Punkt als Masssystem zu finden ist, do dürfte das wohl mehr oder weniger ein Zugeständnis an Schriftsetzer sein. Nach der Neuregelung des Messwesens muss das typ. Masssystem durch das metrische System ersetzt werden . Zur einfacheren Umrechnung - besonders für den Fotosatz wichtig - ist daher eine gerundete Umrechnung vorgeschlagen : 1p = 0,375 mm; 1 m = 2666p.

Überfüllung

1. Etwa 3 mm breitere Bildflächen bei angeschnittenen Bildern, Flächen, die nach dem Verarbeiten und Beschneiden des Druckbogens einwandfrei angeschnittene Bildseiten ermöglichen.
2. Aneinanderstossende Farbflächen o.ä. werden in der Reproduktion minimal verbretert, um Passerschwierigkeiten (Blitzen) zu vermeiden.

umdrehen

Einen Bogen so wenden, dass Vorder- und Seitenanlage wechseln. Es wird die gleiche Bogenseite bedruckt.

umschlagen

Einen Bogen so wenden, dass die Seitenmarke wechselt, die gleiche Seite jedoch an den Vordermarken bleibt. Nach dem Umschlagen liegt die Rückseite des Bogens oben.

umstülpen

Eine Bogen so wenden, dass die gleiche Seite an der Seitenmarke bleibt, die Vordermarke jedoch wechselt. Nach dem Umstülpen liegt die Rückseite des Bogens oben.

Vakat

Leer: Unbedruckte Seite.

Verlauf

Kontinuierliches Verringern des Bildrasters bis zum Papierweiss.

Vierfarbendruck

Ton- und farbwertrichtige drucktechnische Wiedergabe einer Farbvorlage durch die substraktiven Grundfarben (Cyan, Gelb, Magenta) und Schwarz mit je einer Druckform.

vollerwerden

Erhöhung der wirksamen gedeckten Fläche im Rasterdruck (Punktverbreiterung).

Vollton

Fläche in Reprovorlagen, bei Reproduktionsprodukten oder im Druck.

Volltondichte

Farbdichte einer Volltonfläche.

Vorsatz

Zähes, reissfestes Doppelblatt, das für die Verbindung zwischen dem Buchblock und der Buchdecke eingesetzt wird. Eine Seite des Vorsatzpapiers wird auf den inneren Buchdeckel angeklebt, man nennt diese Spiegel. die andere Hälfte, das “fliegende Blatt” ist frei.

Wasserzeichen

Gemeinhin als Merkmal für Papiere besonderer Qualität angesehen, sind schon seit dem Mittelalter bekannt. Sie sind Zeichnungen im Papier, die durch unterschiedliche Papierstärke hervorgerufen werden. Das echte Wasserzeichen entsteht durch Verdrängung (“Licht”-Wasserzeichen) oder Anreicherung der Fasermasse (“Schatten-Wasserzeichen) schon in der Siebpartie (Papiermaschine) mit Hife einer Wasserzeichenwalze (Egoutteur). Halbechte Wasserzeichen (Molette-Wasserzeichen) werden nach dem Verlassen der Siebpartie in das immer noch nasse Papier eingeprägt. Die “unechten” Wasserzeichen entstehen ausserhalb der Papiermaschine durch Bedrucken mit farblosem Lack oder durch Prägen.

Wendetrommel

Mechanissche Vorrichtung zum Wenden des Bogens, z.B. Einrichtung in kombinierten Zweifarben- bzw. Schön- und Widerdruckmasschinen

Werkdruck

Druck von Büchern und Broschüren, die überwiegend Text enthalten.

Widerdruck

Druck der Rückseite eines Druckbogens.

Workflow

Arbeitsablauf, der durch die Konditionen des Systems gesteuert wird.

Workflowmanagement

Steuerung des Arbeitsablaufes in Netzwerken und deren angeschlossenen Rechner und Ausgabgeräte (Belichter, CTP, Proof, Drucker etc.).

Wysiwyg

Abkürzung in der EDV von: “What you see is what you get.”
Sinngemäss übersetzt: “Was ich als Bildschirmdarstellung sehe, bekomme ich ausgedruckt.” Wichtige Eigenschaft, die bei Desktop- Publishing-Systemen (Seitengestaltung mit Text und Bild am Bildschirm) unbedingte Voraussetzung für die Arbeit ist.

Zellstoff

aus pflanzlichen Rohstoffen (im wesentlichen Nadelhölzern) durch chemischen Aufschluss erhaltener Halbstoff, bei dem die nichtfaserigen Bestandteile zum grössten Teil herausgelöst sind, ohne dass es dazu im allgemeinen einer mechanischen Nachbehandlung bedarf (DIN 6730). Rohstoff bei der Papierherstellung von “holzfreien” Papieren.

Zeitungsdruckpapier

ist ein stark holz- oder altpapierhaltiges > maschinenglattes Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 57 g/m2. Da das für den Rotationsdruck mit wegschlagenden Druckfarben bestimmt ist, muss es die Farbe schnell aufnehmen, also gut saugfähig sein.

zusammentragen

Manuelles oder vor allem maschinelles Hintereinanderlegen gefalzter Bogen, die zu einem Buchblock gehören.

Zuschuss

Über die erforderlichen Druckbogenzahl hinausgehende Papiermenge, die zum Einrichten, für den Fortdruck und die Druckverarbeitung notwendig ist.

zusetzen der Druckform

Druckfarbe und/oder Papierstaub verunreinigen druckende und nichtdruckende Teile der Druckform und verursachen Tonwertveränderungen vor allem in Dreivierteltönen und Tiefen. Gerasterte Bildstellen verlieren eine klare Zeichnung und Tonwerttrennung.